Aus dem Förderverein Die Mitgliedschaft im Förderverein hat viele Vorzüge
Mitglieder des Fördervereins profitieren von attraktiven, exklusiven Anlässen und gewinnen Einblick in historische Zusammenhänge. In den Familienateliers des Museums, die der Förderverein grosszügig unterstützt, gestalten Kinder Objekte und erfahren spielerisch mehr über Kulturen und deren Geschichte.
Ein Exklusivanlass eröffnete die Angebotspalette des Vereins 2025.
An der 124. Hauptversammlung beschlossen die Mitglieder, die aktuellen Mitgliedschaftspreise stärker zu differenzieren mit dem Ziel, den Zugang zum Verein ab 2026 noch attraktiver zu gestalten. Der Jahresbeitrag für Jugendliche in Ausbildung wurde auf 20 Franken festgelegt, derjenige für Familien – zwei Erwachsene und drei Kinder – stark reduziert.
Ende Juni führte der Jahresausflug nach Aarwangen und Wiedlisbach. Im August fand die dreitägige Vereinsreise in den Kanton Graubünden statt, und Ende August besuchte eine Schar das Gantrisch-Museum und das Schloss Schwarzenburg.
Wie schon im Vorjahr unterstützte der Förderverein die sonntäglichen Familienateliers des Museums.
Ende 2025 zählte der Verein 904 Mitglieder. Er begrüsste 16 neue Mitglieder und verabschiedete 50 Mitglieder, die ausgetreten waren (meistens altershalber). 13 Mitglieder sind verstorben.
Gemeinsam entdecken wir die Vielfalt der Museumsschätze.
Aus dem Vorstand
Präsidentin: Lic. phil. Kalinka Huber
Kassierin: Marianne Bauer
Sekretär: Dr. Thomas Pauli-Gabi, Direktor
Dr. Jürg Wichtermann, Präsident des Stiftungsrats
Prof. Dr. Armand Baeriswyl
MA Isabelle Brunner
Dr. Michele Galizia
MA Lea Hodler
Lic. phil. Barbara Meyer
RA Claudio Weber, MAS
Im Berichtsjahr traf sich der Vorstand zu drei ordentlichen und zwei ausserordentlichen Sitzungen sowie zu einer Strategiesitzung.
Die Hauptversammlung wählte Claudio Weber in den Vorstand. Claudio Weber lebt in Bern und fühlt sich der Geschichte und Entwicklung der Stadt eng verbunden. Als Stadtplaner von Solothurn bringt er Kompetenzen im Konzipieren und Gestalten mit, als Rechtsanwalt Erfahrung im Aushandeln und Vermitteln. Die Perspektiven in der Arbeit für den Förderverein erweitert er zudem dank seines Mathematik- und Philosophiestudiums.
1. Vorstandssitzung vom 13. März 2025
Die Vorbereitung auf die Hauptversammlung vom 24. Mai 2025 war das wichtigste Traktandum der Sitzung. Daneben ging es um die Planung des Jahresausflugs, der Vereinsreise und der historischen Wanderung. Der Vorstand machte sich ausserdem Gedanken zu Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2026. Direktor Thomas Pauli-Gabi informierte über die aktuellen Ausstellungen und vorgesehenen Veranstaltungen des Museums, über den Planungsstand der Gesamterneuerung sowie den Übergang des Museumsquartiers Bern in die Realisierungsphase.
2. Vorstandssitzung vom 9. April 2025
Diese Sitzung diente der Schlussdiskussion über die Strategie des Fördervereins. Der Vorstand beschloss im Rahmen der Diskussion Änderungen bei den Mitgliedschaften und verabschiedete diese zuhanden der Hauptversammlung.
3. Vorstandssitzung vom 5. Juni 2025
Das bereinigte Strategiepapier wurde vom Vorstand verabschiedet und gleichzeitig der Entwurf eines damit verknüpften Kommunikationskonzepts besprochen. Das Konzept soll als zentrales Instrument zur Umsetzung der Strategie eingesetzt werden. Es definiert Kommunikationsziele, Zielgruppen, Kernbotschaften und Kommunikationskanäle und schafft so die Grundlage für eine konsistente, zielgerichtete und wirksame Kommunikation.
4. Vorstandssitzung vom 14. August 2025
Diese ausserordentliche Sitzung war der Programmplanung 2026 gewidmet. Dann wird der Förderverein sein 125-Jahr-Jubiläum feiern. Mit verschiedenen Aktivitäten soll einerseits den Mitgliedern für ihr Engagement gedankt und sollen anderseits weitere Kreise auf den Förderverein aufmerksam gemacht werden. Durch mehrere Anlässe, auch in Zusammenarbeit mit dem Museum, wird für eine Mitgliedschaft im Förderverein geworben.
5. Vorstandssitzung vom 9. September 2025
An der zweiten ausserordentlichen Sitzung hiess der Vorstand das überarbeitete Kommunikationskonzept und das Kreationsbriefing gut. Das Geschäft wird von Lea Hodler, unserer Spezialistin im Vorstand, vorangetrieben. Den zweiten Schwerpunkt der Sitzung bildete wiederum die Programmplanung fürs Jubiläumsjahr. Die einzelnen Aktivitäten und Anlässe wurden anhand der vorgesehenen zeitlichen Abfolge besprochen und inhaltlich weiter präzisiert.
6. Vorstandssitzung vom 21. Oktober 2025
Im Rahmen der letzten Vorstandssitzung des Jahres orientierten sich die Vorstandsmitglieder gegenseitig über die erfolgten Schritte bei der Planung fürs Jubiläumsjahr. Sie liessen sich über die Entwicklung der Familienateliers informieren und entsprachen dem Antrag des Direktors um finanzielle Unterstützung des Familienangebots im kommenden Jahr. Weitere anstehende Geschäfte wurden behandelt.
Mitgliederbestand und Mutationen
2025 verzeichnete der Verein 16 Neueintritte. Diesen standen 50 Austritte und 13 Todesfälle gegenüber. Am Jahresende setzte sich der Mitgliederbestand wie folgt zusammen:
Einzelmitglieder 395
Mitglieder aus Paarmitgliedschaften 463
Ehrenmitglieder 3
Frei-Mitglieder 20
Kollektivmitgliedschaften 21
Familienmitgliedschaften 2
Insgesamt 904
Soweit mitgeteilt, verstarben 2025 die folgenden Mitglieder: Rolf Bürki, Thun; Bernhard & Susanne Zähler, Steffisburg; Paul Derungs, Bern; Bernhard Humm, Bern; Mihail Kirkov, Bern; Ruth Elisabeth Knuchel-Reber, Utzenstorf; Andreas Merz, Ittigen; Katharina Niederhauser, Bern; Theres Spörri Kirkov, Bern; Verena Stähli, Niederscherli; Hedy Tschumi-Häfliger, Bern; Thüring von Erlach, Bern.
Die 124. Hauptversammlung
Am 24. Mai 2025 begrüssten die Präsidentin und der Vorstand siebzig Vereinsmitglieder und Gäste zur Hauptversammlung. Mit fünfundzwanzig Entschuldigungen trafen vorgängig viele gute Wünsche ein. Die anwesenden Mitglieder genehmigten die Traktanden. Wie im Jahr zuvor illustrierte die Präsidentin mit Auszügen aus dem Jahresbericht die Aktivitäten des Vereins. Seit 2022 unterstützt dieser die Familienateliers und hilft so, Familien mit Kindern auf spielerische Art die Türen zum Museum zu öffnen und in den Ausstellungen viele Themen entdecken zu lassen. Den Mitgliedern ermöglichen sowohl der Verein als auch das Museum bei Exklusivanlässen und Ausflügen neue Einblicke auf lockere Weise. Zahlreiche Vereinsmitglieder ergreifen jeweils die Gelegenheit, an den Veranstaltungen, Exkursionen oder der Kurzreise teilzunehmen.
Nicht nur die Vergangenheit, auch die Zukunft lockt!
Der Direktor informierte über die Pläne des Museums für das laufende und weitere Jahre. Von besonderem Interesse war, wie weit die Planung der Gesamterneuerung des Museums mit der Sanierung des Gebäudes am Helvetiaplatz vorangeschritten ist. Nicht nur die Vergangenheit, auch die Zukunft lockt!
Wie es seit Längerem bei den meisten Schweizer Vereinen zu beobachten ist, nimmt auch die zahlenmässige Grösse des Fördervereins ab. Damit schrumpfen die Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen. 2024 ergab sich in der Jahresrechnung aufwandseitig ein Verlust. Andererseits liess ein ehemaliges Mitglied dem Verein testamentarisch eine erhebliche Summe zukommen. Dank dessen steht der Verein finanziell immer noch gut da und kann das Museum weiterhin in seinen Aufgaben unterstützen.
Auf Empfehlung der Revisoren genehmigte die Hauptversammlung die Jahresrechnung 2024 und erteilte dem Vorstand Décharge. Ein herzlicher Dank ging an die Quästorin, die Buchhalterin des Museums und die Revisoren für ihr Engagement. Die Quästorin bedankte sich nicht nur für die erspriessliche Zusammenarbeit im Vorstand und mit dem Museum, sondern schloss in ihren Dank alle Spenderinnen und Spender und die dem Förderverein wohlgesinnten Körperschaften ein.
Einstimmig hiessen die Mitglieder die Jahresbeiträge ab 2026 gut. Bislang gab es die Kategorien Einzel-, Paar- und Familienmitglieder und Institutionen. Am häufigsten vertreten waren Einzel- und Paarmitglieder. Während sich 2026 die Jahresbeiträge für Einzel- und Paarmitgliedschaften sowie die Mitgliedschaft von Institutionen und Firmen nicht ändern, werden die Beiträge für Jugendliche unter 26 Jahren und in Ausbildung sowie für Familien stark reduziert. Damit wird das strategische Ziel verfolgt, eine Mitgliedschaft im Förderverein noch attraktiver zu machen. Das Museum seinerseits offeriert den Mitgliedern verschiedene ermässigte Eintritte sowie den Gratiseintritt in die Dauerausstellung und kleinere Sonderausstellungen. Für die Mitglieder ebenfalls kostenlos sind die vom Förderverein unterstützten Familienateliers.
Der Förderverein freut sich auf die Zukunft des Museums und schätzt diesen Ort, an dem unser kulturelles und historisches Erbe sorgfältig gepflegt wird.
Turnusgemäss wurden die Präsidentin und ein Revisor im Amt bestätigt. Claudio Weber wurde neu in den Vorstand gewählt und Monica Hennessen zur Revisorin ernannt. Das langjährige Engagement von Ueli Bieri, der seit 2012 als Revisor gewirkt hatte, wurde herzlich verdankt.
Nach dem Vorstellen der 2025 geplanten Vereinsaktivitäten schloss die Präsidentin die Hauptversammlung mit ihrem herzlichsten Dank an den Vorstand für die intensive, ertragreiche Zusammenarbeit, ebenso an Andrea Baur und Cornelia Röthlisberger für die Unterstützung in Vereinssekretariat und Buchhaltung, an Direktor Thomas Pauli-Gabi und an den Stiftungspräsidenten Jürg Wichtermann für ihr Engagement und Wohlwollen dem Vorstand gegenüber sowie an alle Spenderinnen und Spender und selbstverständlich an alle Mitglieder.
Vor dem traditionellen Apéro gab Michèle Zweifel, Geschäftsführerin des Museumsquartiers Bern, eine kurze Einführung in das visionäre Projekt für die Museumsstadt Bern.
Vereinsreise und Ausflüge
28. Juni 2025
Schon bald nach Bekanntgabe des Programms war der Ausflug ausgebucht. Im neu eröffneten Schloss Aarwangen wurden die Teilnehmenden mit einem Kaffee begrüsst, bevor die exzellente Führung des Vorstandsmitglieds, Prof. Armand Baeriswyl, begann. Ausser der Geschichte der Anlage kamen die Ergebnisse der jüngsten archäologischen Untersuchungen nebst weiterhin unbeantworteten Fragen zur Sprache. Die Burg mit Turm, Ringmauer und Graben diente seit dem 13. Jahrhundert dazu, die wichtige, damals neue Aarebrücke zu bewachen. Über die Jahre entwickelte sich der Adelswohnsitz, wurde bernischer Amtssitz und im 19. Jahrhundert auch Gefängnis. Nun ist eine Stiftung für das Schloss zuständig. Nach dem Mittagessen besuchte die Gruppe Wiedlisbach, im Mittelalter Marktort, Zollstation und Warenumschlagsplatz. Auf einem Rundgang wurden die Schätze des Städtchens erkundet und dessen Gründung politisch, wirtschaftlich und geographisch in die damalige Zeit eingeordnet. Mit einem kleinen Umtrunk im kühlen Kornhaus erfrischten sich alle nach einem heissen, eindrücklichen Tag.
8.−10. August 2025
Auf der Reise ins Graubünden schauten die Mitreisenden in ein kulturhistorisches Kaleidoskop mit Glanzstücken vom 8. bis ins 20. Jahrhundert. Lange hatte das Benediktinerkloster Disentis im Gebiet des Grauen Bundes geherrscht. Seine frühmittelalterliche Gründung erwies sich als erfolgreich. Die Handelsroute über Oberalp und Lukmanier brachte aber mit den Sarazeneneinfällen auch Zerstörung. Bruder Martin zeigte die Mauerreste der frühesten Kirchen. Heute glänzt das Kloster dank seiner Schule und der barocken Klosterkirche von Caspar Moosbrugger. Oberhalb von Sumvitg steht seit 1989 die Kapelle, die das Kloster Disentis durch Peter Zumthor errichten liess. Die Gruppe nahm das Gebäude unter die Lupe, genoss aber ebenso die Aussicht über die Surselva. Danach zog der eindrückliche Freskenzyklus aus der Zeit um 1330 in der Kirche von Waltensburg alle in seinen Bann. Am zweiten Tag gab es nach einer Wanderung die karolingische Dreiapsidenkirche von St. Peter in Mistail zu bewundern. Vorbei an den interessanten Orten Cazis und Tiefencastel ging‘s nach Filisur, schönes Beispiel eines Dorfes mit durch Malerei und Sgraffiti verzierten Häusern im Engadiner Baustil. Auf dem Weg nach Chur erhaschte man einen Blick auf den berühmten, 1901/02 erbauten Landwasserviadukt. In Chur erschwerte das Stadtfest gepaart mit der Sommerhitze die Konzentrationsfähigkeit auf dem Rundgang durch die Gassen. Umso leichter folgten abends alle dem Referat des stv. Denkmalpflegers. Der Besuch des barocken Gartens von Schloss Bothmar war ein Genuss, ebenso der Aufenthalt in Bad Pfäfers. Die wilde Schlucht, der Gang zur Thermalquelle und das Essen im historischen Saal des alten Badhotels erfreuten die Sinne. Vor der Rückreise erklommen die Teilnehmenden noch die Stufen zum Schloss Sargans, wo Prof. Armand Baeriswyl klarstellte, dass die Lage des Baus vor allem der Machtdemonstration gedient hatte.
30. August 2025
Kurzausflug ins 1000-jährige Schwarzenburg! Die Quellenforschung ergibt allerdings, dass das Dorf fünf Jahre jünger ist. Trotzdem lohnte sich ein Ausstellungsbesuch im Regionalmuseum Gantrisch. Die lange Geschichte des Dorfes wird dort anschaulich präsentiert. Zudem erhält man Einblick in das aktuelle Dorfleben und lernt die Bevölkerung anhand von Bild und Text kennen. Jenseits der Dorfgrenzen bleibt es historisch interessant: Die Grasburg und das Schloss Schwarzenburg widerspiegeln die wechselnden regionalen Machtverhältnisse. Wer hätte dies alles besser vermitteln können als unser Mittelalter-Experte Armand Baeriswyl?
20. September 2025
Die historische Wanderung über die Gemmi wurde mangels genügend Anmeldungen abgesagt.
Vernissagen, Führungen durch Ausstellungen
22. April 2025
Das Vereinsjahr begann mit dem Exklusivanlass zur eindrücklichen Ausstellung «Vom Glück vergessen. Fürsorgerische Zwangsmassnahmen in Bern und der Schweiz». Das Schicksal und Leben der Menschen, die in der Ausstellung zu Wort kommen, berührte die über hundert Anwesenden. Manch nachdenkliches Gespräch drehte sich beim Apéro um den Umgang der Gesellschaft mit sich selbst.
15. Mai 2025
Vernissage in der Ausstellungsreihe «Archäologie aktuell – Frisch aus dem Labor»: Die neuste Ausgabe zeigt die etwa 4800 Jahre alten Funde vom Schnidejoch mit der spektakulären Bogenausrüstung, die vom hohen technischen Können der jungsteinzeitlichen Menschen zeugt.
Geschichte beginnt heute, deshalb schätzen wir das Engagement des Museums auch für aktuelle und kontroverse Themen.
Wir danken
2025 durfte der Förderverein erneut grosszügige Spenden für seine Arbeit zugunsten des Museums entgegennehmen. Allen Spenderinnen und Spendern sowie insbesondere der Zunft zum Mittellöwen sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt.