Freiwilligenprogramm Freiwillige machen's möglich
Im erlebnisreichen 2025 wuchs das Freiwilligenteam auf über vierzig aktive Mitwirkende, die in neun verschiedenen Projekten zum Einsatz kamen. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön dafür, dass sie dem Bernischen Historischen Museum und seinem Publikum ihre Zeit, Kompetenzen und Begeisterung geschenkt haben.
Fünf Projekte herausgepickt
«Das Museum kommt zu Besuch!» hiess es regelmässig in zwei Berner Pflegeheimen. Wo Menschen aus Altersgründen nicht mehr selbst an Museen teilhaben können, brachten Freiwillige Geschichte und Geschichten zu ihnen. Wertschätzend regten sie damit zum Austausch von Erinnerungen und Erfahrungen an.
Ja, es war gestern sehr interessant mit der freiwilligen Person und eine echte Bereicherung für den Heimalltag der Bewohnenden. Vielen Dank dafür!
«Ganz Ohr» waren jene Freiwilligen, die an Wochenenden den Besuchenden ihre Aufmerksamkeit liehen, die sich von der Ausstellung «Vom Glück vergessen. Fürsorgerische Zwangsmassnahmen in Bern und der Schweiz» betroffen zeigten. Die Freiwilligen gaben bei Bedarf Auskunft über Anlaufstellen oder unterstützten Angehörige darin, die Namen ehemaliger Verdingkinder ans sternenübersäte Firmament in der Halle im ersten Obergeschoss zu schreiben. Oft entstanden dabei berührende Begegnungen.
Fröhliches Wetteifern in lockerer Atmosphäre hingegen erfüllte die Halle im ersten Obergeschoss bei der erstmaligen Durchführung eines Pub Quiz mit Fragen zur Ausstellung «Bern und das 20. Jahrhundert». Museumsfreiwillige initiierten, planten und realisierten dieses trendige Veranstaltungsformat selbstständig. Die Aktion Museumsbier der Berner Museen donnerstagabends bildete einen stimmungsvollen Rahmen für zwei Quiz-Abende, an denen ein altersgemischtes Publikum rege teilnahm.
Kalligrafie mit Ausrufezeichen: Das Transkriptionsteam feierte im September 2025 den Meilenstein von tausend transkribierten Seiten aus der Direktionskorrespondenz der Gründungsjahre. Hochmotiviert entzifferte das Team die ebenso alter- wie eigentümlichen Handschriften und erfuhr auch zwischen den Zeilen so einiges: durch wütend gesetzte Ausrufezeichen oder allzu höfliche Floskeln. Besonders wichtige Entdeckungen waren Angaben zur Herkunft von Sammlungseingängen.
Glasscheiben unter der Lupe: Versiert und minutiös forschten Freiwillige im sogenannten Schliffscheibenprojekt nach genealogischen Daten und fanden auch bislang unentdeckte Cluster und Bezüge innerhalb der bedeutenden Schliffscheibensammlung des Museums.
Ich bedanke mich auf diesem Weg für die Wertschätzung für unsere Arbeit als Freiwillige bei den Schliffscheibenrecherchen. Den Besuch des Vitro-Museums habe ich sehr geschätzt – er hat mein Glasscheiben-Wissen erweitert.
In weiteren Projekten führten Museumsfreiwillige geflüchtete Personen auf «Deutsch-Lern-Touren» durch Ausstellungen, unterstützten Veranstaltungen und wirkten punktuell als Gastgebende oder in Sounding Boards mit. Im Gegenzug kam das Team in den Genuss verschiedenster Einführungen, Weiterbildungen und Treffen, die das Bernische Historische Museum dem Freiwilligenteam anbot.
Es macht einfach Spass, so im BHM unterwegs zu sein!