Dr. Thomas Pauli-Gabi Moneyverse – Eröffnung im April 2026
Die Schweizerische Nationalbank lancierte 2016 die Idee eines Besuchszentrums zum Thema Geld. Zwei Jahre später ging sie dafür eine langfristige Partnerschaft mit dem Bernischen Historischen Museum ein und beauftragte das Museum, im Kaiserhaus in der Berner Altstadt ein solches Zentrum zu konzipieren und in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Nationalbank zu realisieren. Das Moneyverse wird vollständig von der Schweizerischen Nationalbank finanziert.
Der Name Moneyverse soll Neugier wecken und dazu einladen, sich vertieft mit dem Thema Geld auseinanderzusetzen. Gleichzeitig verweist er auf die Vielfalt an Dimensionen und Perspektiven, die im Besuchszentrum erlebbar werden. In der inhaltlichen Entwicklung bringen beide Institutionen ihre jeweiligen Stärken ein: Das Bernische Historische Museum verantwortet Ausstellungskonzeption und Vermittlung, während die Schweizerische Nationalbank ihre Expertise in wirtschafts- und finanzpolitischen Fragestellungen einbringt.
Zentral in der Stadt Bern gelegen, widmet sich das Moneyverse einer der bedeutendsten Erfindungen der Menschheit: dem Geld. Der neue Erlebnisort leistet einen Beitrag zur ökonomischen Allgemeinbildung, vermittelt Einblicke in Auftrag und Tätigkeit der Schweizerische Nationalbank und greift aktuelle sowie grundlegende Fragestellungen rund ums Phänomen Geld auf. Neben dem Moneyverse beherbergt das umgebaut Kaiserhaus lokale Geschäfte und Manufakturen, eine Hof Bar im Innenhof, den Kaiser Deli sowie die Brasserie Kaiser. Auf diese Weise werden die historischen Mauern zu einem neuen, lebendigen Begegnungsort im Herzen der Stadt.
Nach einer mehrjährigen Planungsphase, die sich aufgrund von Bauverzögerungen im Kaiserhaus verlängerte, konnte 2025 mit dem Einbau der Ausstellung begonnen werden. In vier sogenannten Geldwelten wird das Thema Geld aus unterschiedlichen Perspektiven erfahrbar gemacht: historisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich und persönlich. Zahlreiche historische Artefakte aus der Sammlung des Museums bereichern mit ihren spannenden Geldgeschichten das Besuchserlebnis. Für die Umsetzung von Szenografie und Medienplanung arbeitete das Museum eng mit den Agenturen Holzer Kobler Architekturen und Teamstratenwerth zusammen.
Mit der Eröffnung am 10. April 2026 übernimmt das Bernische Historische Museum die Betriebsführung des Moneyverse. Der 6-Tage-Betrieb wird mit eigenen Mitarbeitenden und von einer Betriebsleiterin geführt, die in der Geschäftsleitung des Museums vertreten ist.