Ausstellung verlängert Und dann kam Bronze!
01.02.2024 bis 24.08.2025
Die vielbeachtete Ausstellung wurde um vier Monate verlängert. Anhand der «Bronzehand von Prêles» erzählte sie die Geschichte der Bronzezeit und konnte über den Zeitraum von mehr als anderthalb Jahren beim Publikum ein kontinuierliches Interesse aufrechterhalten.
Die Inhalte der Ausstellung wurden im Jahresbericht 2024 ausführlich beschrieben. Die Ausstellung wurde von 73 976 Personen besucht und übertraf damit die Erwartungen bei weitem; dazu trug auch die Verlängerung um vier Monate bei.
Eine Online-Befragung mit 258 Rückmeldungen gab Aufschluss, wie die Befragten das Ausstellungserlebnis beurteilten. Dabei bewertete die Mehrheit die Ausstellung positiv (94,86 %). Besonders gelobt wurden die Enthüllung der Bronzehand nach dem Film, die Exponate, der Audioguide und die vielen interaktiven Stationen. Einige kritische Stimmen gab es zur Länge der Hörgeschichten, zur dezent gehaltenen Beleuchtung und zur wenig direktiven Wegführung.
Rahmenprogramm
Die Ausstellung wurde von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet.
Bronzewerkstatt und Familienatelier
Um dem ausgeklügelten technischen Aspekt der Bronzeherstellung Rechnung zu tragen und Inhalte aus der Themenwelt der Bronzezeit sinnlich erfahrbar zu machen, gastierte 2024 und 2025 eine «Bronzewerkstatt» im Museumspark. 2024 fanden an sieben und 2025 an drei Sonntagen Gussdemonstrationen mit dem Experten für bronzezeitliche Metallurgie, Markus Binggeli, statt. Dabei goss er mit originalgetreuen bronzezeitlichen Methoden Teile des Grabensembles von Prêles nach. Eine Vermittlungsperson erklärte den Prozess live für das Publikum. 2024 verzeichnete die Bronzewerkstatt 626 Besuchende, 2025 weitere 163 Besuchende.
Zusätzlich zur Bronzewerkstatt konnten kleine Besuchende im Familienatelier in Anlehnung an die Funde von Prêles einen Lockenring aus Kupferdraht und ein goldenes Armband mit Punzverzierung aus Prägefolie herstellen.
Bronze-Festival
An den Wochenenden 22./23. Juni 2024 und 28./29. Juni 2025 entführten zwei Bronze-Festivals im Museumspark in die Lebenswelt der Bronzezeit. Experimentalarchäolog:innen zeigten das Handwerk des Bogenbaus und präsentierten bronzezeitliche Kleidung, Keramik sowie Musikinstrumente. Auch die Bronzewerkstatt fehlte nicht. Besonders beliebt war 2024 der Stand der Kunstgiesserei St. Gallen. Diese zeigte mithilfe mobiler Öfen unter freiem Himmel modernen Bronzeguss. 2025 bestand das Highlight aus der Schauküche des Vereins De-Gustatio, die zum Probieren bronzezeitlicher Köstlichkeiten einlud.
Während 2024 bei kühlen Temperaturen und Regen rund 1500 Besuchende den ans Bronzefestival fanden, kamen 2025 bei drückender Hitze rund 700 Personen.
Ein Abend im Museum – Bronze
An sieben Abenden vom 16. Oktober bis 27. November 2024 wurden gemeinsam mit zahlreichen Gästen verschiedene Aspekte rund um die Ausstellung diskutiert und vertieft. Insgesamt verzeichnete die Abendreihe 450 Besuchende.
Vermittlung
Die Ausstellung wurde von buchbaren Angeboten für Schulklassen der Zyklen 2 und 3, Sek I und II sowie Tertiärstufe und für Erwachsenengruppen begleitet. Regelmässig stattfindende öffentliche Führungen an Wochenenden rundeten das Angebot ab.
242 Schulklassen besuchten die Ausstellung, davon 153 mit Vermittlungsangebot. Weiter besuchten 110 Erwachsenengruppen die Ausstellung, davon 89 mit Führung.
Familien erkundeten die Ausstellung mit der Entdeckungsspur «Geheimnisse der Bronzezeit». Ausgestattet mit einem kostenlosen «Forschungsheft» wurden sie zu verschiedenen Stationen geführt, an denen ein Rätsel oder eine Aufgabe zu lösen waren. Zum Schluss erwartete die kleinen Entdecker:innen ein Stickerbogen. Es wurden rund 4700 Exemplare an deutschen und 1200 Exemplare an französischen «Forschungsheften» mitgenommen.
Realisation
Gesamtleitung: Thomas Pauli-Gabi
Projektleitung: Maria Iseli
Konzeption & Inhalte: Sabine Bolliger Schreyer, Maria Iseli, Thomas Pauli-Gabi, Selina Stokar
Vermittlungskonzept: Selina Stokar
Bronzewerkstatt im Museumspark: Andreas Bach
Ausstellungsgestaltung und -grafik: Groenlandbasel, Basel
Umsetzung: Technische Dienste BHM, Andreas Gasser und Team; matí AG, Adliswil
Marketing & Kommunikation: Merja Rinderli, Nicole Wandfluh
Konservierung, Objektmontage und -logistik: Konservierung-Restaurierung BHM, Dominic Bütschi und Team
Wir danken
Wir bedanken uns nochmals herzlich bei den Stiftungsträgern des Bernischen Historischen Museums, bei unseren Ausstellungs-, Event- und Kommunikationspartnern sowie bei allen ungenannten Spendenden für die Unterstützung.
- Archäologischer Dienst des Kantons Bern
- BEKB Förderfonds
- Bernmobil
- Der Bund
- LOEB Bern
- Swisslos Kultur Kanton Bern
- Ursula Wirz Stiftung
- Vontobel Stiftung
- Zunft zu Schmieden